Workshops

Fazit Workshops

Ziel der Workshops war es, die eigenen Beobachtungen zu überprüfen und um weitere Aspekte zu ergänzen. Der Korpus wurde dreimal mit verschiedenen Personen besprochen. Mit folgenden Personengruppen konnten Workshops durchgeführt werden:

– Interessierte Personen ohne expliziten gestalterischen Hintergrund oder vertieften Kenntnissen im Gebiet von Gender.

– Bachelor Studierende der Visuellen Kommunikation im Unterricht zu Bildtheorie bei Peter Glassen.

– Studierende der Gender Studies am Interdisziplinären Zentrum für Geschlechterforschung IZFG

Grundsätzlich bat ich die Teilnehmenden in kleinen Gruppen zu untersuchen, mit welchen monströsen Darstellungen die Illustrator*innen arbeiten und wo sie Kritik erkennen können. Dafür ordneten sie die Bilder neu an. Wir besprachen die Findings und diskutierten, was mit welchen Mitteln kritisiert oder dekonstruiert werden kann.Die Methode der Auslegeordnung für die Workshops erwies sich als sehr fruchtbar. Durch das neu Anordnunen, Gegenüberstellen und immer wieder anders Kontexutalisieren kamen spannende Fragen und Diskussionen zustande. Für mich waren die Workshops eine enorme Bereicherung. Ich konnte meine eigenen Beobachtungen reflektieren und erweitern.

Es war sehr Interessant zu sehen, wie die Illustrationen eingesetzt werden konnten um mit den Beteiligten über Gender zu sprechen. Die Bilder regten lebhafte und tiefe Diskussionen an. Diese Auslegeordnungen funktionierten als Tool um mit Menschen mit verschiedenen Hintergründen über Gender zu reden.

Es gab auch viele Überschneidungen und ähnliche Beobachtungen in den verschiedenen Workshops. Die Bildanalyse änderte sich weniger mit einem Gestalterischen Hintergrund als mit einer expertise im Thema Gender und Queerness. Diskussionen mit Menschen mit einem Interesse an Gender waren in der Regel enorm angeregt und erlangten auch eine erkenntnissreiche Tiefe.

Spannend war es auch zu sehen, wie einzelne Bilder ganz verschiedentlich interpretiert wurden. Es war auch zu Beobachten, dass die verschiedenen Hintergründe die Interpretationen auch stark beeinflussten. Z.B. wurde sowohl in der zweiten als auch dritten Durchführung der Workshops Donna Harraway zitiert und gewisse Illustrationen auf Theorien von ihr bezogen. Immer wieder wurde über eigene Erfahrungen, Bedeutungen, Hintergründe und Bedürfnisse geredet.