Eigener Event

Gender-Atelier: Burden of Representation

Das Projekt Gender-Atelier wurde bis zum Abschluss des Masters nie durchgeführt. Dennoch war der Austausch mit Claudia Amsler für mich sehr bereichernd. Ihre Perspektive aus der geschlechterforschung ist sehr wichtig für die Frage nach Gender-Repräsentation in Design.

Zusammen mit Claudia Amsler, vom Interdisziplinären Zentrum für Geschlechterforschung Bern IZfG, wird ein Atelier-Workshop entwickelt. Dabei wird im Oktober und November ein zweiteiliger Workshop im Kunstraum Raumstation in Zürich durchgeführt der sich an interessierte Design- und Kunstschaffende richtet, welche sich mit der Übersetzung von queerfeministischen Auseinandersetzungen mit Repräsentation in die gestalterische Praxis auseinandersetzen.

Derzeit ist in Abklärung in welcher Form und zu welchem Zeitpunkt dieser in der Raumstation durchgeführt wird.

Hier der vorläufige Text zum Atelier:

The Burden of Representation
……………is almost Unbearable

 Wie können wir inkludierend gestalten, ohne die jeweiligen Protagonist*innen zu vereinnahmen? Wie können stereotypisierende Repräsentationen von marginalisierten sozialen Akteur*innen verqueert werden? Wie können wir mit den Ambivalenzen der Repräsentation produktiv umgehen? Und was bedeuten überhaupt Begriffe wie „Repräsentation“ und „Inklusion“ oder „Verqueeren“?

Diese Fragen sollen in der interdisziplinären Werkstatt über Repräsentation nachgegangen werden, den diese ist ein zentrales Element in Gestaltungsprozessen und sie kann ermächtigend wie auch diskriminierend sein. Wenn wir versuchen soziale Akteur*innen zu repräsentieren, laufen semiotische, ästhetische und soziopolitische Bedeutungskonstruktionen zusammen. In dieser Doppelung wird Repräsentation zu einem entscheidenden Faktor in der künstlerischen Praxis, und kann als Einstiegsterrain für politische und soziale Veränderung verstanden werden. Gestalter*innen tragen somit Verantwortung, weil ihre gestalterische Praxis machtvoll ist und vorhandene stereotype Repräsentationssysteme herausgefordert oder auch bestätigt werden können. Die Beschäftigung mit ihr ist somit ein wichtiger Faktor, um vorhandene diskriminierende Repräsentationssysteme zu durchbrechen.

Ausgangspunkt für die Werkstatt ist die eigene künstlerische Praxis der Teilnehmer*innen und Fragen der Repräsentation rund um soziale Akteur*innen. Die Werkstatt versteht sich als eine interdisziplinäre Plattform, die alle Interessierten einlädt, die sich bereits mit diesen Fragen beschäftigt haben oder sich zum ersten Mal mit diesem Thema auseinandersetzen möchten.

Dabei werden wir einerseits die Gestaltung und Praxis selbst untersuchen wie auch ihre Produktions- und Rezeptionsbedingungen miteinbeziehen. Während der Werkstatt treten wir in Dialog mit verschiedenen Texten, die sich mit visuellen Politiken und ästhetischen Ideologien auseinandersetzen, um so gemeinsam herauszufinden, wie diese in die eigene gestaltende Praxis einbezogen werden können. In der Werkstatt sollen die Begriffe und Konzepte zusammen verständlich gemacht und Platz für Unbehagen und Unsicherheiten geschaffen werden. Weiter sollen Impulse für Debatten und Handlungsräume gesetzt werden, um einen bewussten Umgang mit den repräsentativen und normativen Aspekten der Praxis zu schaffen.